Hitschmann, Friedrich: Distichen. In: Lecher, Zacharias Konrad (Hrsg.): An der schönen blauen Donau, Titelzusatz Beilage der »Presse«, 19. Heft, S.444. Wien, 1. Oktober 1891.
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Feurigem Weine vergleich’ ich das Glück der starken Naturen,
Das mit Begeist’rung erfüllt, schwächliche aber berauscht.
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„Nichts ist leichter, als fliegen,“ so sagte die Schwalbe zur Kröte.
„Wenn man Flügel hat, ja,“ gab ihr d’rauf diese zurück.
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Köstliche Blumen bedürfen des wohlbereiteten Erdreichs,
Aber das Unkraut gedeiht üppig auf jeglichem Grund.
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Heilige Flamme der Dichtkunst, Du loderst als Opfer den Göttern,
Aber es heizen sich schlecht irdische Oefen mit Dir.
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Wol, die Sonne Homer’s, ihr Freunde, sie leuchtet auch uns noch,
Aber es trübt ihn der Qualm unserer Essen den Schein.
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Nach dem Wesen der Frauen zu forschen, ist eitle Bemühung,
Sie, die weit klüger als wir, können sich selbst nicht versteh’n.
Wien.
Friedrich Hitschmann.