Friedrich Hitschmann

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 ===== Parabel. ===== ===== Parabel. =====
  
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 Es währte nicht lange, da flatterte, von dem Geräusch seiner\\ Es währte nicht lange, da flatterte, von dem Geräusch seiner\\
-Tritte aufgeschreckt, eine Nachtseule aus ihrem Versteck empor, schlug\\+Tritte aufgeschreckt, eine Nachteule aus ihrem Versteck empor, schlug\\
 ängstlich mit den breiten Schwingen und machte unbeholfene Versuche,\\ ängstlich mit den breiten Schwingen und machte unbeholfene Versuche,\\
 sich zu verbergen. „Fürchte Dich nicht,“ sprach der Mensch, „von mir\\ sich zu verbergen. „Fürchte Dich nicht,“ sprach der Mensch, „von mir\\
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 was ich suche, ist einzig die Einsamkeit.“ „Dann bleibe bei mir,“\\ was ich suche, ist einzig die Einsamkeit.“ „Dann bleibe bei mir,“\\
 sagte der Vogel zutraulich werdend, denn ich bin in gleicher Lage.\\ sagte der Vogel zutraulich werdend, denn ich bin in gleicher Lage.\\
-Das grelle, blendende Licht des Tages, das alle Wesen begehren suchen,\\ +Das grelle, blendende Licht des Tages, das alle Wesen begierig suchen,\\ 
-ist meinem Auge unerträglich, und weil sie mich darum abneidend und\\+ist meinem Auge unerträglich, und weil sie mich darob anfeinden und\\
 verhöhnen, darum bin ich in die Einsamkeit geflohen.“ „Auch das\\ verhöhnen, darum bin ich in die Einsamkeit geflohen.“ „Auch das\\
 ist nicht mein Fall,“ sprach der Mensch, wandte sich abermals und\\ ist nicht mein Fall,“ sprach der Mensch, wandte sich abermals und\\
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 Endlich, die Sonne war bereits untergegangen, gelangte er an\\ Endlich, die Sonne war bereits untergegangen, gelangte er an\\
 ein Dickicht, das ein klares Wasser umsäumte und aus dem ihm\\ ein Dickicht, das ein klares Wasser umsäumte und aus dem ihm\\
-schmerzliche Töne entgegendrangen. Er folgte dem Klagelaut und\\+schmerzliches Stöhnen entgegenklang. Er folgte dem Klagelaut und\\
 fand einen prächtigen Hirsch, der hilflos auf dem Boden lag und den\\ fand einen prächtigen Hirsch, der hilflos auf dem Boden lag und den\\
 Grund mit seinem Blute färbte. „Schone mich,“ bat das edle Thier,\\ Grund mit seinem Blute färbte. „Schone mich,“ bat das edle Thier,\\
friedrich_hitschmann_-_parabel_der_einsame.1780172513.txt.gz · Zuletzt geändert: 2026/05/30 20:21 von Daniel Schönfeld

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